Wie Sie Ihre Marke bei Amazon schützen - Teil 2

Veröffentlicht am 01.10.2019 09:19:38 durch Martin Ender

Wie Sie Ihre Marke bei Amazon schützen - Teil 2

Wenn Sie Ihre Marke wirklich bei Amazon schützen möchten, lesen Sie weiter. Ihre Marke gegen Fälschungen und Übernahmen zu schützen, ist immens wichtig, wenn Sie keine Verkäufe verlieren wollen.

Wir haben bereits Markenregistrierung besprochen: Wie Sie Ihre Marke auf Amazon schützen - Teil 1

Zur Erinnerung:

  • Markenregistrierung gibt Ihnen mehr Kontrolle über Ihre Angebote
  • ermöglichen es Ihnen, Markeninhalte zu verbessern (Hinweis: Noch nicht auf den europäischen Marktplätzen verfügbar)
  • legt die Grundlage für Markenschutz,

worauf wir in diesem Beitrag näher eingehen werden.

Um mehr über Markenschutz zu erfahren, schauen wir uns an:

1. Die Motivation für Markenschutz

2. Der Markenschutz-Prozess bei Amazon

3. Erste Schlussfolgerungen 

4. Kritik des Markenschutzs bei Amazon

5. Andere Maßnahmen, um Ihre Marke zu schützen

 

Die Motivation für Markenschutz

Warum sollten Sie Ihre Marke überhaupt schützen? Die Antwort ist einfach. Niemand will, dass eigene Einträge von Fälschern und Betrügern übernommen werden, die dann billige Kopien verkaufen und Ihr Angebot ruinieren. Markenrechtsverletzungen und Urheberrechtsprobleme gehören ebenfalls dazu.

 

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Irrtümlicherweise denken viele von uns immer noch, dass eine Markenregistrierung allein Sie gegen diese Probleme schützt. Wie bereits erwähnt, ist das leider nicht der Fall. Wir haben Google Trends nach aktuellen Trends durchsucht, indem wir die Suchbegriffe „amazon Markenregistrierung“ und „amazon Markenschutz“ verglichen haben. Wie die folgende Tabelle zeigt, ist die Markenregistrierung bei Suchbegriffen sehr beliebt. Markenschutz eher weniger - noch:

 

Die Zahlen repräsentieren das Suchinteresse relativ zum höchsten Punkt im Diagramm für die angegebene Region und Zeit. Ein Wert von 100 ist der maximale Popularitätswert für den Begriff. Ein Wert von 50 bedeutet, dass der Begriff halb so beliebt ist. Ebenso bedeutet ein Wert von 0, dass der Begriff weniger als 1% so beliebt wie der Höhepunkt war.

Zwangsläufig wird es mit Markenschutz für Drittanbieter, die die Marke nicht besitzen, schwieriger. Wenn man einen Schritt weiterdenkt, könnte man sogar sagen, dass es auch Nicht-Markeninhaber dazu anregt, über ihre eigenen Handelsmarken-Produkte nachzudenken und ihre Angebote besser zu kontrollieren.

 

Der Markenschutz-Prozess

Wahrscheinlich haben Sie viele Fragen, aber die beiden wichtigsten Fragen sind sicher: Wie melde ich mich an und was kostet es, meine Marke zu schützen?

Einige Fakten:

  • Amazon berechnet zwischen 1.000 $ - 1.500 $ / Marke

Hinweis: Wenn Sie nach Nutzerberichten und Foren gehen, gibt es einige Verkäufer, die ihre Marke kostenlos erhalten haben, und andere behaupten, sie hätten 5.000 $ bezahlt. Meine eigene Erfahrung spiegelt jedoch den oben angegebenen Bereich wider.

  • Eine Rechnung/Faktura des Herstellers, dass Sie in den letzten 90 Tagen mehr als 30 Einheiten gekauft haben.
  • Keine Markenüberprüfung ohne erfolgreiche Markenregistrierung

Wenn Sie ein Verkäufer und nicht der Markeninhaber sind, brauchen Sie vom Markeninhaber eine schriftliche Bestätigung, dass Sie berechtigt sind, die Marke zu verkaufen. Es ist möglich, dass Amazon dies bei dem Markeninhaber überprüft.

 

Erste Schlussfolgerungen

In den USA hat Markenschutz im August 2016 seine Wirkung gezeigt. Seitdem müssen Verkäufer, die ein Markenprodukt verkaufen möchten, eine schriftliche Genehmigung des Markeninhabers besitzen. Wenn diese Genehmigung nicht rechtzeitig eingeholt wurde, wird der Eintrag des jeweiligen Verkäufers entfernt.

Zunehmend mehr große Unternehmen beginnen damit, ihre Marken zu registrieren. Ende Juni berichtete UK Business Insider über Nike, das nun als Marke geschützt ist:

 

Kritik des Markenschutzs

Wenn Sie Markenschutz im Web suchen, werden Sie eine große Meinungsvielfalt finden. Einige Parteien behaupten, dass Markenschutz ein positiver Schritt in die richtige Richtung ist, und gut gegen Betrüger und Fälscher funktioniert. Aus der Sicht der Kritiker geben Sie die Kontrolle über Ihre Produkte an Amazon weiter, die dann entscheiden können, wer Ihr Produkt verkaufen kann oder nicht. Amazon begrenzt also Fälschungen und Übernahmen, aber nach Meinung einiger Bewerter wird das verhindern, dass andere Ihr Produkt verkaufen.

Aus meiner Sicht und Erfahrung gibt es zwei Sichtweisen:

Amazon wird die Anzahl der Verkäufer begrenzen. Ihre Vision, die kundenorientierteste Organisation zu sein, motiviert sie, alle Verkäufer herauszufiltern, die dem Kunden kein gutes Einkaufserlebnis bieten. Trotzdem können sie Verkäufer, die alle Qualitätsstandards erfüllen (denken Sie an verschiedene Leistungskennzahlen), unter einem markengeschützten Eintrag zulassen.

Tipp: Wenn Sie der Markeninhaber sind und den Verkäufer eines oder mehrere Ihrer Produkte nicht mögen, handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Ihrer Wiederverkäufer. Der Wiederverkäufer erhält das Produkt von Ihnen. Sie können dann entweder eine Amazon-Ausschluss-Vereinbarung mit ihm abschließen oder ihn nicht mehr beliefern.

Es gibt Fälle, in denen Sie das Privileg erhalten, der einzige Verkäufer zu sein:

  • Aus Erfahrung passiert das, wenn Amazon merkt, dass Ihre Marke und Produkte in der Vergangenheit gut verkauft wurden (dabei spielt es keine Rolle, ob die Artikel von Ihnen verkauft wurden) und sie das Potenzial für zukünftige Verkäufe sehen.
  • Die Chancen sind hoch, dass sie den Markeninhaber bitten werden, Erstanbieter zu werden (über Vendor Central). Folglich bedeutet dies, dass auf Ihrer Produktdetailseite steht, „Versand und Verkauf durch Amazon“, was technisch bedeutet, dass Amazon der einzige Verkäufer ist, da Sie direkt an Amazon verkaufen. Manche Kritiker nennen das vielleicht eine andere Form der Übernahme.

 

Andere Maßnahmen, um Ihre Marke zu schützen

Während Markenschutz eine Menge abdeckt, ist es nicht perfekt. Hier sind einige Tipps, was Sie sonst noch tun können:

  • Achten Sie auf ein Logo (keine Aufkleber, sondern in Ihr Produkt integrierte Logos) und nehmen Sie die Produktbilder entsprechend wieder auf
  • Schützen Sie dieses Logo in den USA und anderen Ländern, bei denen Übernahmen drohen
  • Denken Sie über zusätzliche Funktionen Ihres Produkts nach und lassen Sie diese patentieren
  • Überwachen Sie Ihre Einträge

Der letzte Tipp klingt bei weitem am einfachsten, aber das ist es absolut nicht. Ein genauer Blick auf andere Verkäufer, nicht nur in Ihrer Kategorie, sondern speziell für Ihre Angebote, ist unerlässlich und fast ein Grund, jemanden einzustellen, der sich ausschließlich auf die täglichen Kontrollen konzentriert. Obwohl die manuelle Arbeit bei der täglichen Überwachung nicht vermieden werden kann, gibt es einige hilfreiche Werkzeuge, die Ihnen dabei helfen. Helium 10 bietet Ihnen beispielsweise eine Übernahme-Warnung (derzeit nur für amazon.com verfügbar). AMZtracker kontrolliert Ihre Angebote auf negative Bewertungen, die das Ergebnis und die Reaktion der Kunden auf eine billige Kopie sein können, aber auch dazu beitragen können, Ihr Produkt zu verbessern.

 Wenn Sie die ersten drei oben genannten Punkte vorgenommen haben, können Sie sich auch bei Verstößen gegen Amazon wenden. Amazon nimmt solche Beschwerden ernst, erwarten Sie jedoch nicht eine sofortige Reaktion und eine Lösung innerhalb weniger Stunden oder Tage.

 

Zusammenfassung

Um es zusammenzufassen, wir haben gelernt, dass Markenregistrierung und Markenschutz Schritte in die richtige Richtung sind, aber dass zusätzliche Schritte unternommen werden können, um Ihre Marke bei Amazon zu schützen.

Während die Markenregistrierung Ihnen mehr Kontrolle über Ihren Eintrag verschafft, ist es nicht die ultimative Formel, um Übernahmen nie wieder zu erleben. Markenschutz ist nur mit vorheriger Markenregistrierung möglich, wird aber die Möglichkeiten und die Anzahl der Übernahmen definitiv einschränken. Es ist jedoch Amazon, die das letzte Wort haben werden, wer Ihr Produkt verkaufen kann oder eben nicht.

 

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DataFeedWatch ist eine Datenfeed Management Software, welche es Händlern erlaubt auf Magento, Shopify, Volusion3Dcart, BigCommerce, WooCommerce, OpenCart und anderen Warenkörben  Produkt-Daten-Feeds für Google und über 1000 weiteren Shopping Kanälen, in 50 Ländern, zu optimieren. DFW-Analytics  zeigt noch dazu den Erfolg jedes individuellen Produkts auf jedem Kanal an, so dass Verkäufer ihren ROI verbessern, indem sie unprofitable Produkte identifizieren und entfernen.

veröffentlicht in: Amazon

verfasst von Martin Ender

Country Manager DACH & VP Sales
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