Alles, was Sie über automatische Artikelupdates bei Google Shopping wissen müssen

Veröffentlicht am 23.02.2018 11:41:31 durch Martin Ender

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Wenn Sie ein Google Merchant Center-Konto haben und Ihre Produkte bei Google Shopping bewerben, sollten Sie automatische Artikelaktualisierungen kennen.

Dies war schon immer der Fall, aber es ist jetzt noch wichtiger, da Google die Funktionsweise seines Merchant Center in Bezug auf automatische Artikelaktualisierungen geändert hat - sie sind jetzt standardmäßig aktiviert.

Im Oktober / November 2017 hat Google die automatischen Artikelupdates standardmäßig auf allen Merchant Center-Konten aktiviert, auf denen diese Funktion zuvor deaktiviert war.

Hier finden Sie alles, was Sie über automatische Artikelupdates wissen müssen:

 


Was sind automatische Artikelupdates

Bei automatische Artikelupdates nutzt Google die Angaben auf Ihrer Webseite, um automatisch Preise und Verfügbarkeit von Produkten, die Sie bei Google Shopping bewerben, anzupassen.

Mit anderen Worten: Mit dieser Funktion werden Ungenauigkeiten in Ihrem Datenfeed korrigiert, um Zeiträume zwischen der Aktualisierung der Preis- oder Verfügbarkeitsinformationen auf Ihrer Webseite und dem Hochladen eines neuen Datenfeeds in das Google Merchant Center abzudecken.

Hier ist ein Beispiel:

  • Sie laden Ihren neuesten Datenfeed auf Google Merchant hoch, in dem das Produkt A mit einem Preis von 29 US-Dollar ausgezeichnet ist
  • Sie entscheiden sich dann, den Preis von Produkt A auf 39 $ zu erhöhen
  • Bevor Sie Ihren Daten-Feed aktualisieren, sieht ein Kunde eine Anzeige für Produkt A. Da Sie den Daten-Feed noch nicht aktualisiert haben, wird dieser Kunde den Preis in der Anzeige mit 29 $ sehen.
  • Der Kunde klickt dann auf die Anzeige, um zu Ihrer Zielseite zu gelangen, auf der der aktualisierte Preis von 39 $ angezeigt wird.

 

Die automatischen Artikelupdates von Google würden dies verhindern, indem sie den Preis in der Anzeige aktualisieren. Dies geschieht, indem die aktualisierten Daten direkt von Ihrer Website extrahiert werden und nicht aus dem jetzt veralteten Datenfeed. Wenn der Kunde Ihre Anzeige sieht, wird also der aktualisierte Preis von 39 US-Dollar angezeigt, obwohl Sie Ihren Datenfeed noch nicht aktualisiert haben.

 


Die Vorteile von automatischen Artikelupdates

Verbessert die Benutzererfahrung. Nutzer werden mit geringerer Wahrscheinlichkeit Diskrepanzen zwischen dem, was sie in einer Google Shopping-Anzeige sehen, und dem, was sie beim Klicken auf die Zielseite sehen, feststellen, d.h. die Preis- und Verfügbarkeitsinformationen stimmen überein und Kunden erhalten keine veralteten Informationen.

Verbessert Webseiten-Konversionen. Schließlich versteht der Kunde wahrscheinlich nicht die technischen Probleme, die zu einer Diskrepanz zwischen dem Inhalt Ihrer Google Shopping-Anzeige und dem Ihrer Zielseite führen können. Er sieht lediglich einen anderen Preis oder falsche Verfügbarkeitsinformationen und verliert dadurch das Vertrauen in Ihre Marke.

Automatische Artikelupdates überbrücken diese Lücke, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern und Ihnen dabei zu helfen, aus einem Besucher einen Kunden zu machen.

Weniger Google Merchant-Ablehnungen. Außerdem kontrolliert Google Ihr Konto auf die Richtigkeit Ihres Daten-Feeds. Wenn eine hohe Anzahl von Preis- oder Verfügbarkeitsdiskrepanzen zwischen Ihrer Website und dem Datenfeed festgestellt werden, können Maßnahmen ergriffen werden, einschließlich der Aussetzung Ihres Kontos.

 


Was wurde verändert?

Bisher konnten Sie die automatischen Artikelupdates im Google Merchant Center nicht verwenden, wenn Sie im Code Ihrer Website kein strukturiertes Daten-Markup hatten.

Strukturiertes Daten-Markup, manchmal auch Rich Snippets genannt, sind eine Möglichkeit, den HTML-Code Ihrer Webseite auszuzeichnen, um Google das Extrahieren von Daten zu erleichtern. Google verwendet dann die extrahierten Daten, um Informationen für Benutzer auf verschiedene Arten anzuzeigen. 

Hier ein Beispiel für einen Film: Google hat die im roten Kasten hervorgehobenen Informationen mithilfe des strukturierten Daten-Markups im Code der Website extrahiert.

  structured-data-markup.png

Hier ein anderes Beispiel für ein Rezept:

 structured-data-markup2.png

 

Schema.org ist eine der häufigsten Formen für Daten-Markup.

Als Inhaber einer Website haben Sie mit strukturiertem Daten-Markup mehr Kontrolle darüber, wie Ihre Webseite in den Suchergebnissen angezeigt wird. Im obigen Beispiel gibt es z.B. eine Sternbewertung plus Anzahl an Stimmen, Kochzeit und Kalorieninformationen. Dies hebt die Webseite auf der Suchergebnisseite hervor und kann Benutzer zum Klicken auffordern.

Bisher waren strukturierte Daten-Markups der einzige Weg, auf dem Google Informationen für automatische Artikelaktualisierungen erhielt. Das ist jetzt jedoch anders.

Wenn Sie kein strukturiertes Daten-Markup auf Ihrer Webseite haben, kann Google jetzt die Informationen auf Ihrer Webseite auf andere Weise abrufen. Google gibt nicht alle Details an, aber wahrscheinlich werden sie den Seitenquellcode analysieren, um Preis- und Verfügbarkeitssignale zu finden. Google sagt, dass es auch maschinelles Lernen verwendet, um Produktdaten zu extrahieren, und dass Kontrollen vorhanden sind, um Ungenauigkeiten zu minimieren.

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Aus der Perspektive von Google gibt es keinen Grund für Händler, die automatischen Artikelupdates nicht aktiviert zu haben, weil es jetzt keine technischen Barrieren mehr gibt, diese Funktionalität zu nutzen, d.h. es ist nicht mehr nötig, dass Ihre Webseite mit strukturellem Daten-Markup ausgezeichnet ist.

Sie können trotzdem die automatischen Artikelupdates ausschalten, aber die Voreinstellung ist jetzt, dass diese aktiviert sind. 

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Außerdem hat Google automatisch die Einstellungen für die automatischen Artikelupdates bei den Händlern, die es bisher ausgestellt hatten, eingeschaltet. Anders gesagt, wenn Sie diese Funktionalität nicht nutzen wollen und es bisher ausgestellt hatten, müssen Sie es jetzt manuell erneut im Google Merchant Center ausschalten.

 


Was müssen Händler jetzt tun?

Was Sie jetzt tun müssen, hängt davon ab, welches der folgenden Szenarien auf Sie zutrifft:

  1. Sie haben ein strukturiertes Daten-Markup auf Ihrer Webseite und verwenden bereits die automatischen Artikelaktualisierungen. Daher ist diese Funktion eingeschaltet

Sie müssen nichts tun.

  1. Sie haben auf Ihrer Webseite strukturiertes Daten-Markup, die automatischen Artikelupdates sind jedoch deaktiviert

Google hat in Ihrem Merchant Center-Konto wahrscheinlich die automatischen Artikelupdates aktiviert. Sie können sie eingeschaltet lassen, aber wenn Sie die Funktion nicht verwenden möchten, müssen Sie sie manuell ausschalten.

  1. Sie haben kein strukturiertes Daten-Markup auf Ihrer Webseite

Die automatischen Artikelupdates waren bisher vermutlich deaktiviert und Google hat sie jedoch wahrscheinlich als Teil dieser Systemänderung aktiviert. In dieser Situation haben Sie mehrere Optionen. Die erste besteht darin, die automatischen Artikelupdates wieder zu deaktivieren. Wenn Sie die Funktion jedoch mögen, können Sie sie eingeschaltet lassen, damit Google andere Signale auf Ihrer Webseite verwenden kann, um Preis- und Verfügbarkeitsdaten zu erhalten. Sie können sich auch dafür entscheiden, ein strukturiertes Daten-Markup auf Ihrer Webseite zu implementieren.

Um die Einstellung für automatische Artikelaktualisierungen zu ändern, melden Sie sich bei Ihrem Google Merchant Center-Konto an und klicken Sie oben rechts auf dem Bildschirm auf das Symbol mit den drei Punkten. Dadurch wird ein Menü mit der Option Automatische Artikelupdates angezeigt.

 


Dinge, die Sie Beachten sollten

Sie müssen die Genauigkeit Ihrer Google Shopping-Anzeigen kontrollieren, wenn Sie kein strukturiertes Daten-Markup haben, um sicherzustellen, dass Google die richtigen Informationen extrahiert.

Sie sollten zudem in Ihrem Google Merchant Center-Konto regelmäßig nach Fehlern suchen. Um den Fehlerbericht zu finden, gehen Sie zu Produkte und dann auf Diagnose. Stellen Sie sicher, dass Sie Fehler regelmäßig überprüfen und beheben, da Google die Aktualisierung Ihrer Produkte stoppen kann, wenn zu viele Fehler festgestellt werden.

Außerdem sollten Sie die automatischen Artikelaktualisierungen nicht als Ersatz für das Hochladen aktueller Datenfeeds verwenden. Automatische Artikelupdates beheben kleine Diskrepanzen, die relativ selten auftreten. Es ist jedoch weiterhin wichtig, dass Sie Ihren Daten-Feed regelmäßig im Google Merchant Center aktualisieren.

Schließlich sollten Sie sich nicht auf die automatischen Artikelupdates verlassen, wenn Sie die Preise Ihrer Produkte mehrmals am Tag anpassen. In diesem Fall sollten Sie die Google Shopping-Content-API verwenden.

enable-automatic-item-updates.png 


Holen Sie das Meiste aus den automatischen Artikelupdates heraus

Es gibt kaum einen Nachteil, wenn Sie sicherstellen möchten, dass Google stets die aktuellsten Preis- und Verfügbarkeitsinformationen für die Produkte erhält, für die Sie in Google Shopping werben. Das Wichtigste, was Sie überprüfen müssen, ist, wie oben erwähnt, die Genauigkeit der Daten, die Google extrahiert.

Der beste Weg, die Vorteile automatischer Artikelupdates zu optimieren, besteht jedoch darin, strukturiertes Daten-Markup auf Ihrer Webseite zu implementieren. Wenn Sie dies noch nicht tun, wird es Ressourcen und Aufwand erfordern, aber es wird Ihnen die vollen Vorteile der Funktion bieten.

 


Zusammenfassung

Sofern Sie die automatischen Artikelaktualisierungen seit November 2017 nicht manuell deaktiviert haben, sind sie in Ihrem Google Merchant Center-Konto aktiviert. Wenn Sie die Funktion nicht verwenden möchten, müssen Sie sie manuell ausschalten.

 

Die Funktion hat Vorteile und hilft Google, die Genauigkeit Ihres Daten-Feeds im Vergleich zu den Zielseiten Ihrer Webseite besser zu verstehen. Der beste Weg, um automatische Artikelupdates optimal zu nutzen, ist die Implementierung von strukturiertem Daten-Markup auf Ihrer Webseite.

 

 

 

Über DataFeedWatch

DataFeedWatch ist eine Datenfeed Management Software, welche es Händlern erlaubt auf Magento, Shopify, Volusion3Dcart, BigCommerce, WooCommerce, OpenCart und anderen Warenkörben  Produkt-Daten-Feeds für Google und über 1000 weiteren Shopping Kanälen, in 50 Ländern, zu optimieren. DFW-Analytics  zeigt noch dazu den Erfolg jedes individuellen Produkts auf jedem Kanal an, so dass Verkäufer ihren ROI verbessern, indem sie unprofitable Produkte identifizieren und entfernen.

veröffentlicht in: Google Shopping

verfasst von Martin Ender

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